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Erfolgreicher Auftakt für die LinkedIn-Gruppe des TransBIB-Kompetenzpools: Online-Kamingespräch zur Rolle von Beratung in der Bioökonomie

Wie finden Unternehmen die passende Beratung? Welche Bedeutung haben Fachwissen, wissenschaftliche Analysen und praktische Erfahrung? Und welchen Beitrag kann Beratung für Innovationen und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle leisten? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das Online-Kamingespräch „Was macht erfolgreiche Beratung aus?“, das als Auftaktveranstaltung für die neue LinkedIn-Gruppe des TransBIB-Kompetenzpools stattfand. Die Veranstaltung bot zugleich die Möglichkeit, den Dialog über die zukünftige Ausgestaltung der Community frühzeitig gemeinsam mit den Teilnehmenden zu beginnen.

Der TransBIB Kompetenzpool 

Der TransBIB-Kompetenzpool bündelt die Expertise von über 100 Fachleuten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Transferorganisationen der industriellen Bioökonomie. Die Mitglieder vertreten unterschiedlichste Themenfelder, Branchen und Technologien und stehen für Austausch, Beratung und Kooperationen zur Verfügung. Durch die bundesweite Vernetzung unterstützt der Kompetenzpool dabei, passende Ansprechpartner:innen für konkrete Fragestellungen zu finden, Wissen zugänglich zu machen und Innovationen schneller in die Anwendung zu bringen. 

Die Abbildung zeigt die geografische Verteilung der Wissensträger:innen, die Organisationstypen, die sie vertreten sowie die Themen, Branchen und Expertisen, die sie mitbringen.

Ein zentrales Ergebnis der Diskussion war, dass erfolgreiche Beratung weit über die Vermittlung von Fachwissen hinausgeht. Beratung hilft insbesondere dabei, komplexe Fragestellungen zu strukturieren, Herausforderungen systematisch zu analysieren und tragfähige Lösungswege zu entwickeln. Mehrfach wurde betont, dass Unternehmen zunächst ihren tatsächlichen Beratungsbedarf identifizieren müssen: Wo steht das Unternehmen heute? Wo möchte es hin? Und welche Hindernisse stehen diesem Ziel im Weg? Erst auf dieser Grundlage kann die passende Unterstützung gefunden werden. 

Bei der Suche nach geeigneten Berater:innen spielen persönliche Empfehlungen und Referenzen weiterhin eine entscheidende Rolle. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass das Beratungsangebot oftmals schwer überschaubar ist. Neben fachlicher Expertise und Branchenkenntnissen seien deshalb auch gemeinsame Werte, Vertrauen und Transparenz wichtige Kriterien für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. 

Im weiteren Verlauf der Diskussion widmeten sich die Beteiligten dem Zusammenspiel von Fachwissen, wissenschaftlicher Analyse und Erfahrungswissen. Einigkeit bestand darüber, dass erfolgreiche Beratung auf allen drei Säulen basiert. Während Fachwissen die Grundlage bildet und wissenschaftliche Methoden eine belastbare Entscheidungsbasis schaffen, entsteht wertvolles Erfahrungswissen vor allem durch praktische Anwendung und „Learning by Doing“. Gerade die Fähigkeit, Daten und Fakten richtig einzuordnen und daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten, wurde als wesentlicher Mehrwert von Beratung hervorgehoben. 

Auch die Bedeutung von Beratung für Innovation und Geschäftsentwicklung wurde intensiv diskutiert. Insbesondere Start-ups sowie kleine und mittlere Unternehmen verfügen häufig nicht über alle Kompetenzen, die für die Markteinführung neuer Produkte oder Technologien erforderlich sind. Beratung kann hier Orientierung schaffen, indem sie Transparenz über Kundenbedürfnisse, Wettbewerbsumfelder, Preisstrukturen, regulatorische Anforderungen und technologische Alternativen herstellt. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag, um Innovationsprozesse zu beschleunigen und Risiken zu reduzieren. 

Ein weiterer Schwerpunkt des Kamingesprächs lag auf den Erwartungen an die zukünftige LinkedIn-Gruppe des TransBIB-Kompetenzpools. Die Teilnehmenden diskutierten Herausforderungen beim Wissens- und Technologietransfer innerhalb der Bioökonomie. Insbesondere wurde deutlich, dass landwirtschaftliche Betriebe häufig nur eingeschränkt über die zukünftigen Rohstoffbedarfe der Industrie informiert sind. Umgekehrt fehlt Unternehmen oft der Überblick über verfügbare Ressourcen und potenzielle Lieferanten. Hier wurde der Wunsch geäußert, TransBIB künftig noch stärker als Plattform für Vernetzung, Matching und den Austausch von Marktbedarfen zu etablieren. 

Die Diskussion machte deutlich, dass in der Bioökonomie ein großer Bedarf an Transparenz, Vernetzung und praxisnahem Wissensaustausch besteht. Genau hier möchte die neue LinkedIn-Gruppe des TransBIB-Kompetenzpools ansetzen: als offenes Forum für Fachdialog, Erfahrungsaustausch und neue Kooperationen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis. 

Mit zahlreichen Impulsen, konkreten Ideen und einer aktiven Beteiligung der Teilnehmenden bot das Kamingespräch einen gelungenen Auftakt für die neue Community und unterstrich die zentrale Rolle von Beratung als Brücke zwischen Wissen, Innovation und erfolgreicher Umsetzung.