TransBIB-Round Tables: Was braucht die Bioökonomie, um in der Gesellschaft anzukommen?
Wie kann die industrielle Bioökonomie in der Breite ankommen? Dieser Frage ist das TransBIB-Projekt in einer Reihe von Round Tables nachgegangen. In moderierten Diskussionen kamen Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammen, um Erfahrungen, Erwartungen und Bedenken rund um biobasierte Produkte offen zu teilen.
Diskutiert wurden unter anderem Beispiele aus
dem Bauwesen (biobasierte Baustoffe, kreislauforientiertes Bauen),
der Chemie (biobasierte Plattformchemikalien, Bioraffinerien, neue Materialien),
sowie dem Bereich Fleischersatz (Akzeptanz, Kaufentscheidungen, Vertrauen in Alternativen).
Über alle Themen hinweg zeigte sich: Biobasierte Lösungen werden grundsätzlich als wichtiger Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit wahrgenommen – zugleich bestehen Unsicherheiten. Häufig genannt wurden Fragen zur tatsächlichen Umweltwirkung über den gesamten Lebenszyklus, zu gesundheitlichen Aspekten, zu Preisen und zur Verfügbarkeit im Alltag. Ebenso deutlich wurde der Wunsch nach verständlicher, wissenschaftlich fundierter Information und nach klaren politischen Leitplanken.
Aus den Round Tables lassen sich drei zentrale Handlungsfelder ableiten:
Mehr Aufklärung: Transparente, zielgruppengerechte Kommunikation schafft Vertrauen und ermöglicht informierte Entscheidungen.
Bezahlbare Alternativen: Nachhaltige Produkte müssen wirtschaftlich konkurrenzfähig und gut verfügbar sein, um breite Nutzung zu erreichen.
Regionale Kreisläufe stärken: Kurze Wege, regionale Rohstoffe und geschlossene Stoffkreisläufe erhöhen sowohl Umwelt- als auch Krisenresilienz.
Die Diskussionen zeigen: Die Transformation zur Bioökonomie gelingt nur, wenn technologische Innovationen mit gesellschaftlicher Akzeptanz, geeigneten Rahmenbedingungen und einem offenen Dialog zusammenkommen.
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Autorinnen: Sofie Scheffold, Linda Vogt I Hochschule Biberach