TransBIB – Boost. Industrial. Bioeconomy.

Rückblick: Meet & Match Workshop im Rahmen des Forums Bioökonomie beim Bauen

Im Rahmen des Forums Bioökonomie beim Bauen fand am 2. Oktober 2025 ein TransBIB Meet & Match Workshop mit dem Titel „Vom Bedarf zum Bündnis – Kooperationen für Pilotprojekte“ statt und wurde durch Hartmut Welck (Fraunhofer ISI) moderiert. Ziel des Workshops war es, konkrete Bedarfe aus dem Bereich des biobasierten Bauens weiterzuentwickeln und neue Anknüpfungspunkte für Kooperationen zu identifizieren. Grundlage bildeten Steckbriefe der Teilnehmenden, die im Vorfeld auf Basis einer Umfrage erstellt wurden. Diese enthielten Informationen zu individuellen Bedarfen, Angeboten und Projektideen der Beteiligten. 

Zentrale Ergebnisse des Workshops 

Im Austausch wurde deutlich, dass der Wille, biobasierte Alternativen im Bau einzusetzen, in der Branche stark vorhanden ist. Die Umsetzung wird jedoch durch verschiedene strukturelle und organisatorische Hürden erschwert. 

  • Fehlende Sichtbarkeit und Expertise: Mehrfach wurde betont, dass es schwierig ist, geeignete Partnerinnen und Partner mit entsprechender Fachkenntnis zu finden. Zwar existieren erste Informationsplattformen, die Wissen und Kontakte bündeln, diese sind bislang jedoch meist regional begrenzt und wenig bekannt. An dieser Stelle empfehlen wir ausdrücklich die Plattform und das Netzwerk von natureplus, das als kompetenter und gut vernetzter Ansprechpartner im Bereich nachhaltiges Bauen gilt. 

  • Regulatorische und organisatorische Barrieren: Trotz zahlreicher vorhandener technischer Lösungen gestaltet sich die praktische Umsetzung oft schwierig. Ein häufig genanntes Beispiel war die regulatorische Komplexität bei der Umwidmung von Räumen, die biobasierte Bauprojekte verzögern oder verhindern kann. 

  • Wirtschaftliche Perspektiven: Mehrere Teilnehmende hoben hervor, dass biobasierte Anwendungen langfristig oft kostengünstiger sind. Diese Information ist unter potenziellen Anwenderinnen und Anwendern allerdings noch wenig bekannt, was die Verbreitung solcher Lösungen hemmt. 

  • Innovative Denkansätze: Besonders inspirierend war die Anregung, beim biobasierten Bauen radikaler zu denken. Neue Materialien allein reichen nicht aus, vielmehr müsse das gesamte Nutzungskonzept neu gedacht werden. Ein Beispiel war die Idee multifunktionaler Räume, die flexibel vergrößert oder verkleinert werden können und so Ressourcen und Fläche effizienter nutzen. 

  • Vernetzung und Kooperation: Bereits während des Workshops kam es zu ersten Vernetzungen. Teilnehmende tauschten zahlreiche Kontaktdaten aus und diskutierten konkrete Anknüpfungspunkte für zukünftige Kooperationen. 

Fazit und Ausblick 

Der Workshop zeigte, dass großes Interesse an der Umsetzung biobasierter Lösungen im Bau besteht. Gleichzeitig wurde deutlich, dass der Bedarf an strukturierten Austauschformaten, Informationsplattformen und rechtlicher Orientierung weiterhin hoch ist. Die im Workshop entstandenen Kontakte und Ideen sollen nun genutzt werden, um erste Pilotprojekte anzustoßen und neue Kooperationen zu fördern. 

Das Forum Bioökonomie beim Bauen hat mit dem Meet & Match Workshop einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung der relevanten Akteurinnen und Akteure geleistet und verdeutlicht, wie entscheidend der interdisziplinäre Austausch für den Fortschritt im biobasierten Bausektor ist.